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München-Freimann

 

 

 

       
     
 

Die Kirche Christi sei:
Eine einladende Kirche.
Eine Kirche der offenen Türen.
Eine wärmende, mütterliche Kirche.

Eine Kirche  des Verstehens und Mitfühlens, des Mitdenkens,
                    des Mitfreuens und Mitleidens.
Eine Kirche,  die mit den Menschen lacht und mit den Menschen weint.
Eine Kirche,  der nichts fremd ist und die nicht fremd tut.
                            Eine menschliche Kirche, eine Kirche für uns.

Eine Kirche, die wie eine Mutter auf ihre Kinder warten kann.
Eine Kirche,  die ihre Kinder sucht und ihnen nachgeht.
Eine Kirche,  die die Menschen dort aufsucht, wo sie sind: bei der Arbeit
                    und beim Vergnügen, beim Fabriktor und auf dem Fußballplatz,
                    in den vier Wänden des Hauses.
Eine Kirche   der festlichen Tage und eine Kirche des täglichen Kleinkrams.
Eine Kirche,  die nicht verhandelt und feilscht, die nicht Bedingungen stellt
                    oder Vorleistungen verlangt.

Eine Kirche, die nicht politisiert.
Eine Kirche,  die nicht moralisiert.
Eine Kirche,  die nicht Wohlverhaltenszeugnisse verlangt oder ausstellt.
Eine Kirche   der Kleinen, der Armen und Erfolglosen, der Mühseligen
                    und Beladenen, der Scheiternden und Gescheiterten im
                    Leben, im Beruf, in der Ehe.

Eine Kirche derer, die im Schatten stehen, der Weinenden,
der Trauernden.
Eine Kirche  der Würdigen, aber auch der Unwürdigen, der Heiligen, aber auch der Sünder.
Eine Kirche - nicht der frommen Sprüche, sondern der stillen, helfenden Tat.
Eine Kirche  des Volkes.